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Sehenswürdigkeiten der Stadt Quedlinburg

 

Das Rathaus

Das Rathaus wurde 1310 erstmals erwähnt. Von 1616 bis 1619 und von 1899 bis 1901 erfolgten Um- und Erweiterungsbauten. Sehenswert ist besonders der 1901 fertig gestellte Festsaal. Der 1477 zerstörte Roland, der zweitkleinste in Deutschland, wurde 1869 wieder aufgestellt.

Haus Grünhagen

Haus Grünhagen (Markt 2)

Das stattliche Bürgerhaus wurde im 18. Jahrhundert von der Kaufmannsfamilie Kranz bewohnt. Eine Umgestaltung erfolgte 1786. Seinen Namen erhielt das Haus nach einem späteren Besitzer, dem Tuchfabrikanten Grünhagen. Im Erdgeschoss ist der Sitz der Quedlinburg-Information.

 

Franziskaner – Kapelle (Schulstraße)

 

Der kleine gotische Bau ist der letzte Rest eines Franziskanerklosters. Nach der Einführung der Reformation entstand hier eine Lateinschule, aus der das Quedlinburger Gymnasium hervorging, das sich bis zum Abbruch der alten Klostergebäude hier befand.

Kunsthoken (Marktstr. 2)

Das reich geschmückte Fachwerkhaus wurde 1569 erbaut. Die Fassadengestaltung mit Doppelarkaden und Zahnschnittmotiven zeigt eine in Quedlinburg sonst nicht übliche Ornamentik. Das Gebäude wurde an die alte Marktmauer von 1179 angebaut. Diese ist im Inneren des Hauses sichtbar.

Innenraum der Marktkirche

Marktkirche St. Benedikti

Die spätgotische Hallenkirche mit Resten des romanischen Vorgängerbaus und barocker Innenausstattung war ursprünglich die Kirche der um 1000 entstandenen Kaufmannssiedlung.

Palais Salfeld (Kornmarkt 5)

1737 ließ Ratskämmerer Rötger Salfeld, Sohn des Bürgermeisters Eckhard Salfeld, den repräsentativen Bau errichten. Von 1745 bis 1807 war das Haus Sitz des Stiftshauptmannes, später des Amtsgerichts. Heute finden hier regelmäßig Ausstellungen und Konzerte statt. Der Verein "UNESCO-Welterbestätten in Deutschland e.V." hat hier seinen Sitz.

Die Ratsapotheke

Ratsapotheke (Kornmarkt 8)

Bei der Umgestaltung der Rathausfassade wurde die dort befindliche Ratsapotheke 1615 abgebrochen und an die heutige Stelle verlegt. Im Mittelteil des Gebäudes befand sich vermutlich der erste Verwaltungssitz der um 1000 entstandenen Marktsiedlung. Die Kugel und die Jahreszahl 1477 an der Fassade erinnern an die Kämpfe zwischen Stift und Stadt unter Äbtissin Hedwig von Sachsen.

Ehemaliges Innungshaus der Schuhmacher (Breite Str. 51/52, Schuhhof)

Vom Markt gelangt man durch die schmalste Gasse Quedlinburgs in den Schuhhof. Hier, auf dem Hof des Schuhmacherinnungshauses, wohnten und arbeiteten die Schuhflicker der Stadt. Manche der kleinen, hoflosen Häuser des Schuhhofes besitzen noch heute alte herunter klappbare Läden, die, mit einem Stock abgestützt, eine perfekte Tischfläche bieten, um das Verkaufsgeschehen auf der Straße zu verlagern. Daneben findet man in vielen Häusern noch eine "Klön-Tür". Bei diesen alten zweigeteilten Türen wurde der untere Teil des Hauseingangs gegen Straßentiere versperrt, während die Tür oben z. B. für ein Gespräch mit dem Nachbar geöffnet blieb.

Gildehaus

Gildehaus "Zur Rose" (Breite Str. 39)

1612 ließ Bürgermeister Nikolaus Schultheis zwei ihm gehörende Häuser in der Breiten Straße durch eine neue Fachwerkfassade verbinden, die heute zu den schönsten der Stadt gehört. Sie zeigt neben Zimmermannszeichen, Adler und Stiftswappen auch das des Bauherren und seiner Frau Margarete Lauch.

 

Kirche St. Mathildis

Die katholische Pfarrkirche St. Mathildis wurde 1855 vom Kölner Dombaumeister Schmidt erbaut.

Ägidiikirche

Sie war ursprünglich die Pfarrkirche des Dorfes Nördlingen. Vom roma-nischen Bau sind nur geringe Reste erhalten. Der stattliche Turmriegel in unmittelbarer Nähe zur Stadtmauer besaß vermutlich Wehrfunktion. Die gotische Hallenkirche besitzt eine reizvolle barocke Innenausstattung in Weiß und Gold.

Schreckensturm

Schreckensturm

Der Schreckensturm gehört zu den am stärksten ausgebauten Wehrtürmen an der Altstadtmauer. Sein Verlies wurde im Mittelalter als Stadtgefängnis genutzt. Der ursprünglich zur Stadtseite offene Schalenturm erhielt später einen Fachwerkeinbau mit Holzgalerie. Heute ist der Turm als Ferienwohnung eingerichtet.

 

Hagen’sches Freihaus (Klink 11/ Bockstr. 6)

1564 ließ Freiherr Christoph von Hagen das Renaissanceschloss an der Grenze zwischen Altstadt und Neustadt errichten. Nach umfangreicher Sanierung sind die historischen Säle mit sehr schönen Kassettendecken wieder zugänglich.

Börse (Steinweg 23)

Das ehemalige Gasthaus "Zur Börse" ist der letzte bedeutende Fachwerkbau, der im Quedlinburger Sonderstil errichtet wurde. 1683 wurde es von Zimmermann Andreas Besen erbaut.

 

St. Annen-Hospital (Zwischen den Städten 2-3)

Das Hospital war eine Stiftung der Quedlinburger Gewandschneider "Allen Elenden zu Nutz und Frommen". 1433 wurde es vom Weingarten an die heutige Stelle verlegt. Nach umfangreicher Sanierung in 2000/2001 gibt es hier heute altenge-rechte Wohnungen.

Dorothea Christiane Erxleben

Geburtshaus von Erxleben (Steinweg 51)

In diesem Haus wurde am 13. November 1715 Dorothea Christiane Erxleben geboren. 1754 promovierte sie an der Universität Halle/Saale als erste Frau in Deutschland zur Doktorin der Medizin.

 

Weißer Engel (Lange Gasse 33/ Ecke Altetopfstraße)

Das Gebäude wurde vermutlich als Stiftsgasthof im 17. Jahrhundert am Eingang zum Westendorf errichtet. Die bemerkenswerte Stuckdecke im Obergeschoss stellt die biblische Geschichte des Tobias und Allegorien der fünf Sinne dar.

Stadttürme "Hinter der Mauer"

Am östlichen Abschnitt der Stadtmauer der Neustadt sind drei Wachtürme erhalten. Der Schweinehirtenturm wurde später in eine kleine Häusergruppe eingebaut und für Wohnzwecke genutzt. Der Gänsehirtenturm ist noch weitgehend im Originalzustand erhalten. Der Turm "op’n Tittenplan" ist um 1900 verändert worden.

 

 

Der Alte Klopstock

Alter Klopstock (Stieg 28)

Das Fachwerkhaus im niedersächsischen Stil wurde 1580 erbaut. Bauherr war Georg Weberling. 1744 erwarb Georg Wilhelm Klopstock, ein Verwandter des in Quedlinburg geborenen Dichters Friedrich Gottlieb Klopstock, das Gebäude.

Steinbrücke

Unter dem heutigen Straßenpflaster sind die Bögen einer etwa 85 Meter langen, steinernen Brücke erhalten, die zwei Nebenarme der Bode überspannte und eine trockene Zufahrt zum Markt sicherte. 1229 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt.

 

Geburtshaus von GutsMuths (Pölle 39)

Hier wurde 1759 Johann Christoph Friedrich GutsMuths geboren. Er wirkte 50 Jahre lang als Lehrer an der Salzmann-Schule in Schnepfenthal (Thüringen) und richtete dort den ersten Turnplatz in Deutschland ein. Sein Hauptwerk "Gymnastik für die Jugend" legte die Grundlage des Sportunterrichts an den Schulen fest.

Der Ständerbau

Ständerbau (Wordgasse 3)

Die Urform des Fachwerkbaus stellt der Ständerbau dar, so genannt, weil Pfeiler, Säulen oder Ständer dem Haus von der Grundschwelle bis zum Dach die notwendige Stütze geben. Das älteste vollständig erhaltene Haus dieser Bauform stammt aus dem frühen 14. Jahrhundert. Das bis 1965 bewohnte Haus wird seit seiner Restaurierung als Museum genutzt, in dem Exponate die Entwicklung des Fachwerks darstellen. Am 10. Juli 1997 wurde der Ständerbau das Opfer eines nächtlichen Brandanschlages. Nach den Sanierungsarbeiten wurde der Ständerbau wieder eröffnet und kann wieder besichtigt werden.

Kirche St. Blasii

Die Kirche St. Blasii ist wahrscheinlich die älteste der Stadt. Seine heutige Form erhielt das achteckige Kirchenschiff zwar durch einen vollständigen Neubau um 1715, der romanische Turm lässt aber Schlüsse zu, nach denen die Kirche schon lange vor ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1231 bestand. Danach bildete sie schon um 1000 den Mittelpunkt einer der Siedlungen, aus denen die Altstadt Quedlinburg entstand. Im Inneren ist die barocke Saalkirche nach dem letzten Umbau mit vergleichsweise schlichter Ausstattung versehen worden. So erstrahlt lediglich der barocke Kanzelaltar in rötlich-weiß-goldenem Farbenspiel. Gestühl, Empore, Orgelgehäuse und die ornamentierte Stuckdecke erscheinen zurückhaltend, nach ihrer Sanierung aber edel. Heute wird die Kirche nicht mehr als Gotteshaus genutzt, sondern als Konzert- und Veranstaltungsraum.

Das Klopstockhaus

Klopstockhaus (Schlossberg 12)

Das Geburtshaus des Dichters Friedrich Gottlieb Klopstock, unterhalb des Schlossberges gelegen, wurde um 1560 als repräsentatives Bürgerhaus im niedersächsischen Fachwerkstil gebaut. Es besitzt eine reichhaltig künstlerisch gestaltete Fassade sowie einen zweigeschossigen von Säulen getragenen Erker. Von 1702 bis 1817 gehörte es der Familie Klopstock. Danach wechselten die Besitzer mehrfach. Auf Initiative des Klopstockvereins kaufte die Stadt das Haus und eröffnete darin 1899 das Memorialmuseum, heute Klopstockmuseum.

Schloss

König Heinrich I. ließ am Beginn des 10. Jahrhunderts auf diesem Sandsteinfelsen eine Pfalz errichten und machte sie zur wichtigsten Metropole des Reiches. Von 936 bis 1802 bestimmte das von seiner Witwe, Königin Mathilde, an der Grabstätte ihres Mannes gegründete reichsunmittelbare Frauenstift, von hier aus die Geschicke der Stadt. Heute befindet sich hier das Schlossmuseum.

Der Münzenberg

Münzenberg

Auf dem Münzenberg, dem Schlossberg gegenüber, drängeln sich etwa 60 kleine Fachwerkhäuser. 986 befand sich hier das Marienkloster, das einzige Frauenkloster der Stadt. Im Bauernkrieg 1524 – 1526 wurde das Kloster teilweise zerstört und von den Nonnen verlassen. Traditionell war das Bergplateau Wohngebiet der armen Leute; Ende des 16. Jahrhunderts siedelten sich Spielleute, Schausteller, Kesselflicker, Tagelöhner und Scherenschleifer an. Sie bauten ihre Häuser in die noch stehenden Mauerreste der Klosterkirche hinein. In diesem verwinkelten Häuserkomplex kann der Besucher noch heute den Schornstein der alten Klosterbäckerei erkennen. Die Münzenberger Musikanten, die sich als Wandermusikanten auf Hochzeiten, bei Taufen und Begräbnissen ihren Lebensunterhalt verdienten, lebten ebenfalls in diesem Stadtgebiet. Ihnen ist das Denkmal des Quedlinburger Bildhauers Dreysse auf dem Markt gewidmet.

Kirche St. Nikolai

Die gotische Hallenkirche ist die Pfarrkirche der um 1200 entstandenen Ackerbürgersiedlung. Sie besaß einen romanischen Vorgängerbau, von dem nur geringe Reste erhalten sind. Die 72 m hohen Türme sind der Sage nach von dem Goldschatz erbaut worden, den ein Schäfer in der Feldflur gefunden hatte.