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Blasiistraße

Sie ist eine der ältesten Straßen der Stadt. Die Straße wurde nach der dort stehenden Kirche genannt. Urkundlich ist diese Kirche 1231 erstmalig erwähnt worden, sie muss aber schon sehr viel früher dort gestanden haben. Diese Straße trug früher den Namen „Kleine Hohe Straße“ und der Verbindungsweg von der „Hohen Straße“ zum Kirchhof hieß „Petersilienstraße“. Wahrscheinlich weil sie stark mit Gras bewachsen war. Erwähnt wurde die „Petersilienstraße“ 1782. Blasius war ein christlicher Heiliger und Märtyrer. Der Legende nach war Blasius eine Armenier, der eine ärztliche Praxis ausübte. Da er als Christ vorbildlich lebte, wählte ihn die Gemeinde von Sebaste zum Bischof. Unter dem Stadthalter Agricola, der um das Jahr 316 eine vom Kaiser Licinius angeordnete Christenverfolgung in Sebaste durchführte, wurde Blasius ergriffen, gefoltert und hingerichtet. Er gehörte auch mit Ägidius zu den Nothelfern. Blasius wurde bei Koliken, Pest, Geschwüren und Blasenkrankheiten angebetet. Er war der Schutzheilige der Ärzte, Wachszieher, Wollhändler und Musikanten. Im Jahre 1878 verschwanden beide Bezeichnungen und wurden zur Blasiistraße zusammengefasst. Der freie Platz vor dem Kirchenportal hieß zeitweise Blasiikirchhof.