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Hohenerxleben

Das Dorf Hohenerxleben wird 1205 in einer Nienburger Urkunde erstmalig als "Erxlore" erwähnt. Auf dem jetzigen Gebiet des Ortes Hohenerxleben existierten allerdings schon 1021 zwei Dörfer: Niedererxleben und Vorerxleben. Niedererxleben wurde durch Hochwasser der Bode zerstört. Die Geschichte der Ortschaft Hohenerxleben ist eng verknüpft mit dem Talrandschloss, deren alte Teile von ca. 1560 stammen und die dem Dorf und deren geschichtlichen Entwicklung das Gepräge gab. Die Dorfkirche St. Petri, ihr Turm und Schiff sein eng mit dem Schloss verbunden. Um 1700 wurde ein Kurbetrieb eingerichtet, der allerdings nur kurz dauerte, da die Ortschaft aufgrund ihrer Lage immer wieder von Hochwasser heimgesucht wurde. Die Fläche der von Hohenerxleben betrug 1830 einen halben Quadratkilometer und hatte eine Bevölkerung von 627 Menschen. Das Schloss von Hohenerxleben wurde im Jahre 1833 von 48 Häusern umgeben, in denen 329 Menschen lebten. Die letzte Zählung von 1990 befand, dass die Einwohnerzahl von Hohenerxleben 980 Mitbürger aufwies. Das interessanteste Bauwerk war die Burg, auf der bis 1435 das Rittergeschlecht von Freckleben herrschte. Mehrere Besitzer wechselten, bis schließlich Fürst Bernhard VI auch keine Lust mehr auf die störrischen Erxlebener hatte und das Dorf samt Burg dem Bischof in Magdeburg schenkte. Neue Perspektiven brachte das 18. Jahrhundert. Mineralquellen lieferten ein Wässerchen, das sich hervorragend zur Linderung von Nieren- und Gallenbeschwerden eignete. Doch der Aufschwung des Kurbetriebes hielt nicht lange, denn wieder war es das Hochwasser, das den Aufschwung stoppte.