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Gernrode

Der staatlich anerkannter Kur- und Erholungsort Gernrode besitzt seine Stadtrechte seit 1539 und sein Brau-recht seit 1545. Im Jahr 1961 feierte Gernrode sein 1000-jähriges Bestehen. Gernrode war eine von Markgraf Gero um 960 gestiftete reichsfürstliche Frauenabtei, ursprünglich Benediktiner-Nonnenkloster, die 1610 eingezogen ward. König Otto I. nahm St. Cyriakus unter seinen besonderen Schutz. Die noch vorhandene Stiftskirche St. Cyriakus, mit dem Grabmal Geros, ist als ein vollkommenes Bild des ältesten romanischen Baustils architektonisch merkwürdig und 1858-74 mit einem Kostenaufwand von 400.000 Mark restauriert worden. Der älteste Teil dieser Kirche, deren Bau bereits unter Heinrich I. begonnen, aber erst nach dessen Tod 937 vollendet wurde, ist noch heute als östliche Krypta vorhanden, an welche im 12. Jahrhundert ein bedeutender Erweiterungsbau und im südlichen Seitenschiff eine Heilige Grab-Kapelle angefügt wurden. Von seiner zweiten Reise nach Rom brachte Markgraf Gero 963 Reliquien des heiligen Cyriakus mit. Kaiser Friedrich I. Barbarossa, der 1188 in Gernrode weilte, stiftete für die Stephaniekirche, die zweite historische Kirche, eine Glocke. Heute gilt das Stift als einer der besterhaltenen frühottonische Bauten.