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Die Bedeutung des Cistercienser-Klosters Mehringen

Das Cisteriencer-Kloster hatte vor allem für die Bodenkultur eine hohe Bedeutung. Ländereien wurden sorgfältig bebaut und nach rationellsten Grundsätzen bewirtschaftet. So wurden feuchte, sumpfige Niederungen zu fruchtbaren Feldern und Wiesen. Wasserkraft wurde zum Betreiben von Mühlen genutzt und es wurden Teiche angelegt, um Fischzucht zu betreiben. Die Hauptnahrung der Klosterbewohner war Pflanzenkost. Sie waren deshalb auf den Anbau von edlen Rüben und Kohlsorten angewiesen. Besonders sorgfältig wurde Gartenbau betrieben. Die Obstsorten, die aus den Mutterklöstern Italien und Frankreich eingeführt wurden, gediehen prächtig. Die Cistercienser waren auf ihrem Besitz fleißige Arbeiter und rationelle Verbesserer der wirtschaftlichen Verhältnisse. Weil die frommen Jungfrauen des Mehringer Klosters so tüchtig waren, wurden sie von Ascherslebener und Bernburger Bewohnern beschenkt und ausgestattet. Dies ist später aus dem Verzeichnis der Besitzungen des Klosters zu ersehen. Das Kloster war in damaliger Zeit ein Ort für Wohltätigkeit und Barmherzigkeit. Es war Schule und Gasthaus, Hospital und Siechenhaus, Kornboden und Vorratskammer, Arzt und Apotheke, es war Ruhesitz der Reichen und Zufluchtsstätte der Armen. In erster Linie war es aber ein Ort der Religion. Die Geschichte des Mehringer Klosters ist eng verbunden mit der Geschichte von Mehringen und ganz besonders mit der Gründerin und Stifterin, der edlen O D A.