Regionalportal

Die Ascherslebener Schulmühle und Vordermühle

1337 wurde die Mühle erstmals urkundlich erwähnt. Sie wurde als Mühle, die im Vogelsange" liegt bezeichnet. Später nannte man sie "eine Mühle unter der alten Burg". Die Mühle war eine oberschlächtige Wassermühle mit drei Mahl- und zwei Graupengängen. 1608 hatte der damalige Besitzer der Mühle Kämmerer Matthias Baarwasser in seinem Testament der Schule 800 Taler vermacht. Nach dem Tod seiner Ehefrau sollte diese Stiftung erst in Kraft treten. Frau Baarwasser starb 1638. Die Erben konnten die 800 Taler nicht bar bezahlen. Sie gaben statt des Geldes der Schule die Mühle, welche sie in Erbpacht gab. Seit dieser Zeit heißt die Mühle Schulmühle. Die Eigentümer wechselten sehr häufig, bis sie 1901 der Rat der Stadt Aschersleben bekam. 1904 bekam sie das Waisenhaus. Später wurde dort ein Kinderhort errichtet. 1948 baute man sie für Wohnungen aus, 1317 bestätigte die letzte Ascherslebener Gräfin Elisabeth, dass der Ritter Otto Gograf die Mühle im Westen der Stadt in Lehen hatte. Zu dieser Zeit nannte man die Mühle "Zu dem Worde". Vom zweiten bekannten Besitzer Martin Mosigkaau erhielt das Kloster die Mühle laut Testament geschenkt. 1515 verkaufte das Kloster die Mühle an den Rat der Stadt Aschersleben. 1895 war der Eigentümer Paul Gneist, welcher der Mühle noch eine Großbäckerei anschloss.